Ich achte meine GRENZEN

von Silke Bader (Kommentare: 2)

In dieser Zeit möchte ich ein Thema aufgreifen, dass uns alle berührt: das Spüren und Anerkennen unserer Grenzen. Das Fühlen unserer Grenzen ist unmittelbar mit unserem Menschsein verbunden und ist die Voraussetzung für gelingende Beziehungen. In unserer spirituellen Entwicklung suchen wir meistens mehr die Entgrenzung: die Verbindung mit dem Unendlichen und All-Einen. Doch solange wir auf Erden und in einem physischen Körper inkarniert sind, gehört das Erleben gesunder Grenzen zu unserer Entwicklung dazu. Es ist sogar die Voraussetzung für echte und tiefe Begegnung. Es liegt kein Widerspruch darin, sich verbunden zu fühlen und dennoch ein gutes Gespür für die eigenen Grenzen zu haben. Vielmehr geht es um eine Haltung des „sowohl als auch“. Gerade für feinfühlige und sensitive Menschen ist das Erleben und Stärken ihrer Grenzen ein elementares Thema. Da die aktuelle Zeitqualität uns zu großer Klarheit in unseren Beziehungen herausfordert, möchte ich das Thema der Grenzen näher beleuchten:

Aus geistiger Sicht betrachtet besitzen wir Menschen eine „Doppelnatur“: Wir sind geistige Wesen in einem physischen Körper. Unsere fünf Sinne erschließen uns die physische Welt, die geistige Natur können wir über unsere Intuition und die feinstofflichen Sinnesorgane (Chakren) erspüren und wahrnehmen. Viele Menschen, die sich auf den spirituellen Weg begeben, haben bereits eine Grundsensitivität mit in dieses Leben gebracht: Das Gespür, dass es mehr gibt als die physisch-materielle Welt. In ihrer Feinfühligkeit nehmen sie viele Schwingungen und Energien ihrer Umgebung auf und wahr. Gerade für sensitiv begabte Menschen – und wenn Du dies liest und Dich angesprochen fühlst, dann zählst Du sehr wahrscheinlich dazu – ist das Wahrnehmen und Stärken der eigenen Grenzen von großer Bedeutung. Auf der Suche nach dem Gefühl der Geborgenheit und Verbundenheit verlieren sie sich oftmals selbst aus den Augen und verschwimmen mit den Energiefeldern anderer. Hierüber geht diesen Menschen viel von ihrer Kraft und Energie verloren, sie fühlen sich müde und ausgelaugt und bleiben nach Begegnungen oftmals unerfüllt zurück. Und nicht zuletzt werden sie auch von ihren Mitmenschen „diffus“ wahrgenommen.

In meiner medialen Beratungstätigkeit und der Arbeit mit Engeln darf ich immer wieder erleben, wie die geistige Welt uns liebevoll hilft, das eigene Energiefeld zu klären und zu stärken. So gewinnen wir ein Bewusstsein, was wirklich zu uns und unserem Wesen gehört und können uns von belastenden Energien und überholten Glaubensmustern befreien. Wir erkennen, was wir für unsere persönliche Entwicklung, Balance und unser Wohlergehen benötigen und lernen, diese Bedürfnisse klar zu kommunizieren. Aus diesem Schritt der Selbstwahrnehmung  und Bewusstwerdung erwächst wahres Selbst-Bewusstsein. Erst, wenn Du Dich selbst fühlst und mit Deinem Wesen wirklich präsent bist, kannst Du auch Deine Grenzen achtsam wahrnehmen. Hier folgen ein paar praktische Tipps, um Deine Grenzen zu stärken:

Nimm zunächst wahr, dass nicht nur Dein Körper Deine äußere Grenze markiert, sondern dass Du mit Deiner Aura weit über Deinen Körper hinaus ausstrahlst. Deine Aura kannst Du Dir als Deinen persönlichen, ganzheitlichen Raum vorstellen. Feinfühlige Menschen nehmen Übergriffe bereits im Bereich ihrer Aura wahr, z. B. wenn uns jemand sprichwörtlich zu nah kommt. Folgende Übungen helfen Dir, Deinen Raum und Deine Grenzen zu stärken:

1. Erlaube Dir, NEIN zu sagen
Viele feinfühlige Menschen haben große Schwierigkeiten Nein zu sagen. Meistens haben sie Angst, andere zu enttäuschen oder zu verletzen. Mache Dir bewusst, dass Du Dich selbst verlässt, wenn Du gegen Dein Gefühl handelst und somit über Deine Grenzen gehst. Übe also, ein klares NEIN in Dir schwingen zu lassen und es dann – im jeweiligen Moment - auch auszusprechen:
„Nein, ich will das nicht. Nein, das tut mir nicht gut.“ Punkt!
Ein klares Statement macht Dich für Dein Gegenüber sichtbar und fühlbar. Mache Dir auch bewusst, dass Du nicht gegen andere handelst, sondern damit für Dich selbst einstehst. Das hilft Dir, Deine Berechtigung zur Abgrenzung zu spüren.

2. Wut ist ein klares Signal!
Das Gefühl der Wut zeigt Dir deutlich an, dass hier Dein Raum berührt oder verletzt wird. Nimm die Wut als Signal, Deinen Standpunkt und Deine Grenze klar zu vertreten. Es geht dabei nicht darum, die Wut nach außen gegen andere zu richten. Wut ist vielmehr eine Energie, die Dich die Urkraft Deines Wesens spüren lässt. Du kannst Wut in Mut verwandeln und so für Dich und Deine Bedürfnisse einstehen.

3. Atme in Deine Mitte
Ein sanfter Weg der Bewusstwerdung liegt im tiefen Atmen. Stelle Dich aufrecht hin, spüre Deine Verbindung über die Füße zur Erde. Lasse Deine Arme locker hängen und schließe Deine Augen. Atme einige Male tief ein und aus und lasse den Atem durch Deinen ganzen Körper fließen. Alle alten Energien werden über Deine Fußenergiezentren an die Erde abgegeben und können so transformiert werden. Stelle Dir vor, dass Du mit jedem Atemzug neue Kraft und Energie in Dich aufnimmst und sich der Atem als Kraft in Deinem Becken sammelt wie in einer Schale. Mit jedem Ausatmen fließt die Energie weiter in Deine Aura und füllt auch sie mit neuer Energie an. Nach einigen Atemzügen beendest Du die Übung, indem Du die Hände auf Dein Herz legst und mit dem Gefühl der Dankbarkeit und erfrischt von neuer Energie die  Augen wieder öffnest.

4. Körperübung „Den eigenen Raum ertasten“
Die folgende Übung kannst Du jederzeit machen, um Deinen Raum zu stärken. Stelle Dich aufrecht und entspannt hin, bleibe dabei locker in Deinen Knien und Deinem Becken, damit die Energie frei durch Dich fließen kann. Beginne dann, Deine Arme auszustrecken und mit Deinen Handflächen Deinen Raum abzutasten. Stelle Dir vor, dass Du so Deine Aura ertastest. Bleibe mit den Füßen fest verwurzelt und drehe Dich zu den Seiten, strecke und bücke Dich, um Deinen eigenen Raum zu ertasten. So gewinnst Du ein Gewahrsein für Deine Aura und Deine Präsenz. Fühle in der Bewegung Deine Flexibilität und lasse Deinen Atem dabei tief und gleichmäßig fließen. Beende die Körperübung, indem Du ruhig und aufrecht stehst. Spüre der Wirkung nach und nimm Deinen Raum und Deine Grenzen bewusst wahr.

5. Hülle Dich geistig ein
Um den energetischen Schutz zu stärken, kannst Du visualisieren, dass Du von einer weißgoldenen Lichtkugel umgeben, eingehüllt und geschützt bist. Diese Lichtkugel ist wie eine Membran, die lichtvolle Energien durchlässt und niedere Schwingungen von Dir abhält. Aktivere diese weißgoldenen Lichtkugel in Deiner Vorstellungskraft und spüre, wie Du Dich darin aufgehoben und zentriert fühlst.

Mit diesen Anregungen kannst Du im Alltag experimentieren und erleben, wie Du immer klarer in Deiner Persönlichkeit erstrahlst. Die Achtsamkeit für Deine Grenzen sensibilisiert Dich auch für die Grenzen Deiner Mitmenschen. Beobachte einmal, wie Du anderen offener und klarer begegnen kannst, wenn Du weißt und fühlst, dass Du für Dich, Deinen Raum und Deine Bedürfnisse sorgen kannst. Für Begegnung und Berührung braucht es gesunde Grenzen, ansonsten kommt es zu Vermischungen und Verstrickungen. Achtsamkeit ist der Schlüssel auf dem Weg zu Dir selbst. Wenn Du in Deiner Energie präsent bist, bist Du ein Präsent – ein Geschenk für diese Welt!

Teile gerne Deine Erfahrungen dazu im Kommentarfeld mit uns! Und wenn Du den Artikel hilfreich findest, freue ich mich sehr, wenn Du ihn teilst oder weiterleitest. Vielen Dank dafür!
Ich sende Dir Licht und Liebe und wünsche Dir eine erfüllende und glückliche Zeit.
Von Herzen
Silke

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Kommentar von Christina Maria Mann |

Liebe Silke,
es ist stets ein Geschenk, deine wertvollen, hilfreichen und absolut Zeit- aktuellen Newsletter zu verinnerlichen. Sie kommen auch stets in der Zeitqualität, in der genau diese Themen bei mir und vielen meiner Lieben anstehen. So leite ich diese dann auch gerne weiter.
Ich danke dir von ganzem Herzen für dein, für euer Wirken und ich freue mich auch darauf, dich einmal persönlich kennenzulernen....
Von Herzen alles Liebe,
in tiefem Verbundensein , Christina

Antwort von Silke Bader

Liebe Christina,
vielen Dank für Deine Rückmeldung, das berührt mich sehr! Ich würde mich auch freuen, wenn wir uns einmal bei einer Veranstaltung persönlich begegnen.
Alles Liebe und Herzensgrüße von
Silke

Kommentar von Gerda Maria Quadt |

Liebe Silke,
wir kennen uns bereits von einem Seminar, das ich bei dir im Januar 2013 besuchte. Ich lese immer wieder gern deinen Newsletter und bin stets beeindruckt wie treffend die Zeitqualität von dir beschrieben wird und wie liebevoll. Damit erscheinen mir eigene gerade aktuelle Ereignisse stets in einem neuen Licht und ich beginne zu verstehen. Danke für deine wunderbaren EngelsWorte und die Klarheit.
Alles Liebe Gerda Maria

Antwort von Silke Bader

Liebe Gerda,
ich kann mich gut an unser Seminar im schönen Oberstdorf erinnern, wo wir uns kennengelernt haben. Danke für Dein liebes Feedback zu den Newslettern, darüber freue ich mich sehr! 
Eine schöne Zeit und liebe Grüße von Silke

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